Der Markus in Mexiko


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Acapulco

Die Busfahrt war eigentlich ne Geschichte für sich - nicht nur dass sie etwa 13 Stunden gedauert hat, ich habe den letzten Fensterplatz des Buses an ein Pärchen mit Baby abgetreten. Bin ja nicht so. Den Folgen dessen war ich mir leider nicht bewusst: ich hatte also den Gangplatz, ohne Möglichkeit meinen Kopf ans Fenster zu lehnen, neben mir ein Homey mit dicker Dauenjacke (in mexikanischen Bussen läuft die Klimaanlage auf Hochtouren) der mir kaum Platz ließ, dazu ein kreischendes Baby in meinem Rücken und der dazugehörige Vater, der während der Busfahrt den ganzen tropischen Regenwald direkt neben meinem Ohr abgeholzt hat...

Morgens um acht kam ich dann also ein wenig übernächtigt in Acapulco an - zu allem Überfluss goss es in Strömen und die Straßen überflutet mit Wasser. Wie ich erfuhr war das der erste Regen in Acapulco dieses Jahr - das kam mir irgendwie bekannt vor: die selben Worte hatte Manuel gesagt, als er mich am Busbahnhof in Guadalajara abgeholt hatte und ich ihn wegen der teilweise nassen Straßen fragte. Hatte ich etwa den Regen aus Hamburg mit nach Mexico genommen?

Der Hitze sei dank war aber nach wenigen Stunden fast alles wieder trocken und ich hab mich auf eine Erkundungstour der Stadt zu Fuß gewagt. Laut Karte bin ich dabei gute 10km gelaufen und hab wegen der hügeligen Lage Acapulcos auch einige Höhenmeter überwunden, total nassgeschwitzt aber glücklich, endlich auch dem Meer nahe zu sein.

Die Klippenspringer von Acapulco, los clavadistas, wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Sie riskieren für ein paar Pesos mit jedem Sprung ihr leben. Sie stürzen sich etwa 40 Meter in eine sehr schmale Schlucht - und müssen dabei den Sprung so timen, dass sie in einen Wellenberg tauchen, der sie abbremst. Täglich gibt es 5 Shows, eine mittags, vier abends - die letzte bei Dunkelheit und teilweise mit Fackeln in den Händen.

Bei der Erkundungstour hab ich den Ort des Geschehens mal mit ein paar Fotos festgehalten - die Sprünge selbst hab ich mir aber in der letzten Show um halb elf angeschaut um auch die Fackelsprünge sehen zu können. Leider sind die Fotos von den Sprüngen allesamt miserabel, deswegen gibt es hier nur eins...

Die Absprungstelle und die Zuschauerplattform bei Tag:

Hier bekommt man eventuell einen Eindruck, wie schmal die Schlucht ist, in die die clavadistas eintauchen:

Drei clavadistas an der steilen Felswand:

Hier der Synchronsprung:

Am nächsten Tag hab mir dann das Muséo Historico im Fuerte de San Diego angeschaut - einem Fort dass der Verteidung des Hafens diente. Acapulco war einst größter Handelshafen Mexicos und musste daher vor bösen Piraten geschützt werden.

Ganz in der Nähe des Forts gibt es das kleine Museo de las máscaras zu sehen - eine relativ umfangreiche Sammlung von Masken überwiegend aus Lateinamerika, aber auch Exemplare aus aller Welt.

Mit einer achtstündigen Fahrt über Nacht ging es dann weiter nach Puerto Escondido, Surfer- und Backpacker-Treffpunkt.

12.6.07 02:05
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tobi (15.6.07 10:49)
Needas kann nicht der Regen aus Hamburg sein, der ist noch hier. Zu genüge.


tobi (16.6.07 18:33)
das mit dem kommentieren ist übrigens gar nicht so leicht, wenn man nicht sieht, was man da eigentlich schreibt.


Markus (16.6.07 18:43)
danke für den Hinweis, das ist ja echt beschissen... Mal schauen ob ich das irgendwo ändern kann. Heute geht's weiter nach San Cristobal de las Casas. Mama

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